Vorwort: Die
folgende Review befasst sich mit Heft 93 aus der Regeneration One Reihe.
Geschrieben wurde das Heft von Simon Furman, gezeichnet von Guido
Guidi, getuscht von Stephen Baskerville, coloriert von John-Paul Bove,
mit Text gefüllt von Chris Mowry und editiert von John Barber. Heft 93
stellt den dritten Teil des dritten Regeneration One Story Arcs, mit dem
Namen Destiny, dar.
Story: Das Heft beginnt mit Bludgeon, der über seine Niederlage in Heft 80 auf
dem Planeten Klo und seine bevorstehende Rückkehr nach Cybertron
nachdenkt. Er offenbart dem Leser in seinen Gedanken, dass er nicht
vorhat nach Cybertron zurückzukehren, um die Autobots zu besiegen und
den Beginn einer glorreichen Decepticon Herrschaft einzuleiten. Sein
Ziel ist es in der Schlacht zu sterben und die verpasste Gelegenheit,
die sich ihm auf Klo bot, nachzuholen, um einen glorreichen Tod im Kampf
zu sterben und in als Legende weiterzuleben. Diese Entscheidung hat
auch damit zu tun, dass Bludgeon eine Vision seine Todes hatte. Wie
genau er diese hatte wird dem Leser (noch?) nicht erläutert. Während
Bludgeon mit seinem Schiff, der Warworld, und deren tödlicher Ladung,
nach Cybertron fliegt, sind auch Galvatron, Starscream und Shockwave an
Bord der Arche auf dem Weg nach Cybertron. Galvatron beschließt, dass
ein frontaler Angriff auf Cybertron sinnlos wäre. Stattdesen beschließt
er die Arche mittels Autopilot als Ablenkungsmanöver direkt auch
Cybertron zu fliegen zu lassen und das letzte Stück, unter der Deckung
der Arche, aus eigener Kraft zu fliegen. Dabei plant er Starscream, von
dem er denkt, dass dieser immer noch durch Megatrons Behandlung,
handlungsunfähig ist, an Bord der Arche zu lassen und ihn so in seinen
Tod fliegen zu lassen. Galvatron setzt es sich als Ziel Ultra Magnus zu
töten, da er bereits einmal einen Ultra Magnus getötet hat. Derweil
sitzt Ultra Magnus im Hauptquartier der zivilen Verteidungskräfte von
Cybertron und leitet einen Feldeinsatz der Wreckers, welche einen
Decepticon Stützpunkt in den Badlands angreifen und hoffen dort
Soundwave und seine Neo Decepticons zu finden. Soundwave hat jedoch
einen anderen Plan. Er weiß das neben den Wreckers auch die Aerialbots
im Feld sind, jedoch unterwegs zu einem anderen Ziel. Die Wreckers
finden den Stützpunkt leer vor, doch in dem Moment wo sie begreifen,
dass sie in eine Falle gelockt wurden, explodiert der Stützpunkt auch
schon. Sie überstehen die Explosion aber ohne größere Schäden, denn sie
waren nicht Soundwaves Ziel. Dieser hat es auf die Aerialbots abgesehen
und wartet versteckt mit Monstructor darauf, dass die Aerialbots in
Reichweite kommen. Nachdem Prowl und sein Team jedoch Runamuck
festgenommen haben und vermuten, dass Soundwave eben größere Pläne hat,
als einfach nur die Wreckers in eine Falle zu locken, befiehlt Ultra
Magnus den Aerialbots ihre Mission abzubrechen. Soundwave bedauert es,
dass er die Aerialbots nicht ausschalten konnte, beschließt jedoch
seinem eigentlichen Plan, Megatrons Standard wieder auf leben zu lassen,
dennoch nach zugehen. Dazu befiehlt er seiner neuen Kassette Wingthing
den anderen bescheid zu geben. Die Zeit für Monstructors Amoklauf seie
nah. Die Erzählung wechselt wieder zur Arche. Dort empfängt Galvatron
vom Computer, das sich in Hangar 9 ein Eindringling befinde. Galvatron
geht der Sache auf den Grund und findet im Hangar eine Mark V Wachdrohne
vor, welche Galvatron angreift. Starscream offenbart Galvatron, dass er
nicht länger handlungsunfähig ist und das es nun Galvatron seie,
welcher an Bord der Arche stirbt. Galvatron gelingt es jedoch ohne
größere Mühe die Drohne zu zerstören, Starscream öffnet jedoch von der
Brücke aus den Hangar, wodurch Galvatron ins All gesogen wird.
Starscream eröffnet, mit den Waffen der Arche, das Feuer auf Galvatron,
bevor er diesen jedoch erwischen kann meldet Schockwave, dass sie
Cybertron bedenklich Nahe gekommen sind. Daraufhin befiehlt Starscream
den Kurs zu ändern, während Galvatron mittlerweile dabei ist auf
Cybertron zu stürzen. Es gibt einen Schnitt und wir befinden uns im Kern
von Cybertron, der Primus Kammer. Hot Rod und den Dinobots ist es
endlich gelungen eben diese zu finden. Sie erstaunen im anbetracht der
Abbildes ihres in Heft 75 verstorbenen Schöpfers. Hot Rod sieht mehr als
die Dinobots. Er hat das Gefühl, bereits zuvor an diesem Ort gewesen zu
sein. Er sieht sich selbst, in allen bis heute existenten Transformer
Universen, in denen er vorkam. Hot Rod bleibt jedoch nicht viel Zeit,
das gesehene zu verabeiten, denn Swoop weist ihn darauf hin, dass sie
von den Dämonen umzingelt wurden, die unter der Oberfläche von Cybertron
leben. Hot Rod und die Dinobots stellen sich den Dämonen, merken aber
das sie die zahlenmäßige Überlegenheit ihres Feindes nicht durch ihre
Stärke ausgleichen können. Sie ziehen sich hinter das Primus Abbild
zurück und stellen fest, dass die Dämonen ihnen dorthin nicht folgen. In
diesem Durchgang findet die Gruppe uralte Überreste von cybertronischen
Lebensformen. Als Hot Rod eine berührt, verfällt diese zu Staub. Der
Gruppe erscheint Grimlock, doch Hot Rod merkt sofort, dass Primus in
Grimlocks Körper steckt. Primus erklärt Hot Rod, dass es nun Zeit ist zu
reden. Doch bevor dieser damit beginnt und dem Leser Fragen
beantwortet, die dieser teilweise schon vor Heft 81 hatte, wechselt die
Szenerie wieder zu Ultra Magnus. Dieser befindet sich in Iacon auf einem
Dach, das wahrscheinlich zum Hauptquartier der Zivilen Verteidigung
gehört. Er unterhält sich mit Cosmos, welche um Cybertron herumfliegt,
in der Hoffnung auf seinen Sensoren irgendetwas ungewöhnliches entdecken
zu können, da die planetaren Langstreckensensoren nach wie vor nicht
funktionsfähig sind. Es sieht so aus, als ob Cosmos kein Glück hätte,
bis er merkt, dass er direkt auf ein riesiges Objekt zu fliegt. Die
Warworld. Das Schiff zerstört Cosmos mit einem einzigen Schuss. Ultra
Magnus hat jedoch größere Sorgen, als er plötzlich unter Beschuss steht.
Und mit Galvatron, der auf Ultra Magnus zustürmt und erklärt, dass sich
die Geschichte nun wiederholen würde, endet das Heft.
Destiny
kommt langsam immer mehr in Fahrt. Nachdem der Storyarc relativ
unspektakulär begonnen hat und Heft 92 ziemlich viel von einer Sidestory
hatte, geht es nun immer schneller auf das Finale zu. Bludgeon und
Galvatron erreichen Cybertron und Hot Rod trifft Primus. Wie immer
kriegt es Furman ziemlich gut hin all diese Storys parallel laufen zu
lassen und so viel Inhalt in ein einzelnes Heft zu packen. Nachdem Hot
Rod bereits in Natural Selection einen eigenen Sub-Plot hatte, ist
Destiny nun mehr oder weniger ganz ihm gewidmet. Er muss sich sein
Spotlight jedoch diesmal mit direkt 2 Bösewichten teilen. Denn auch
Bludgeon und Galvatron wollen ihre Geschichte erzählt haben. Die Art und
Weise, wie Hot Rod damals schon in den alten Marvel Heften und auch
jetzt in Regeneration One, charakterisiert wird, gefällt mir sehr gut.
Die Vorbereitung auf seine Verwandlung in Rodimus Prime erfolgt auch
wesentlich besser als im Movie von 1986. Auch wenn es wieder nur eine
Frage der Zeit, bis Rodimus Prime dann Optimus Prime ersetzen wird, so
kommt dieser Hot Rod viel würdiger rüber, als sein Movie Gegenstück. Es
gefällt mir allgemein, wie die Comics in der Regel das Unerfahrende und
nicht das Wilde seines Charakters in den Vordergrund setzen. Hot Rod hat
zwar natürlich seine wilden Momente, die ihm letztendlich zu seinen
Namen brachten, aber es kommt alles viel natürlicher, als im Movie und
der dritten Staffel des Cartoons. Bludgeon ist ebenfalls ein
interessanter Charakter, das er gut dargestellt wird und eine größere
Rolle spielt, hat letztendlich natürlich auch damit zu tun, dass er
einer von Furmans bevorzugten Charakteren ist. Nur in diesem Heft
verwirrt er mich ein wenig. Genau gesagt die erste Seite. Wo hat
Bludgeon seinen Tod gesehen? Wie hat er diesen gesehen? Ist es wirklich
eine Vision oder nur eine Fantasie, die in Bludgeons Kopf entstanden
ist. Es kann natürlich sein, dass ich irgendwo was übersehen habe, aber
diese Szene auf der ersten Seite wird meiner Meinung nach nicht gut
erklärt. Der dritte der Hauptakteure ist Galvatron. Dieser wurde in Heft
67/69 von Unicrons Herolden aus seiner alternativen Zukunft, in der er
Rodimus Prime tötete und Unicron Cybertron verschlungen hatte, in die
Gegenwart entführt, wo er für Unicron die Transformer beschäftigen
sollte, bis Unicron Cybertron erreicht hätte. Nachdem er Unicron in Heft
75 betrogen hatte und Optimus Prime Unicron im selben Heft besiegte,
schlich Galvatron sich an Bord der Arche, die in Heft 76 von Starscream
und Schockwave gestohlen wurde. Nachdem er in Heft 78 an Bord der Arche
auf Megatron trifft, droht Galvatron seinen Verstand zu verlieren. Er
fängt sich jedoch, verbündet sich mit Megatron, nur um kurz darauf hin
durch Ratchets Einsatz auf der Erde abzustürzen. Er überlebt die Landung
jedoch und macht sich auf zu nächsten Menschensiedlung, um diese zu
zerstören. Er wird jedoch von Fortress Maximus aufgehalten und für tot
gehlaten. Erst als 2012 Megatron von Optimus Prime getötet wurde,
erwachte Galvatron aus dem ewigen Eis, in dem er seit 1991 gefangen war.
Er stahl auf der Erde die Arche und flog nun eben nach Cybertron. Seine
Versessenheit auf Ultra Magnus ist dabei eine Anspielung auf die Marvel
US Comics, in denen Galvatron und Ultra Magnus immer wieder epische
Duelle austrugen. Soweit ich weiß, gewann Ultra Magnus das letzte Duell,
weswegen man in den Werbesprüchen zu Heft 93 auch Dinge liest wie "Die
Rückrunde des Jahrhunderts!" und ähnliches. Allem in allem gefiel mir
die Story sehr gut, da es nun nach den eher langsameren Heften 91 und 92
nun endlich mal vorwärts ging. Was ich schade fand, dass diesmal
Optimus Prime nicht vorkam und das sich Jihaxus nach Heft 91 noch kein
zweites Mal blicken lassen hat. Sein Plan, vorrausgesetzt er verfolgt
nicht den selben aus den G2 Comics, da er ja theoretisch derselbe
Charakter ist, ist der Plan, über den der Leser bis jetzt am wenigsten
weiß. Ich bin sehr gespannt auf Heft 94.
Zeichnungen: Heft 93 hat einen Zeichnerwechsel aufzuweisen. Andrew Wildman hat den
Stift weitergegeben an Guido Guidi. Dieser ist schon sehr lange für IDW
am Werke und ist somit durchaus erfahren. Zuvor war er bereits für
Dreamwave beschäftigt, wo er an den Armada und Energon Comics arbeitete.
Für IDW hat er neben diversen Covern die Hearts of Steel Reihe
gezeichnet, eine der beiden Beastwars Reihe, fast alle All Hail Megatron
Hefte, diverse Hefte der Ongoing Reihe, 2 Spotlights und die
Flashbackteile, die im alten Marvel US Stil gehalten waren, aus den
Annuals der Reihen Robots in Disguise und More Than Meets the Eye. In
der Szene gibt es Leute, die ihm nachsagen, er hätte keinen eigenen
Zeichenstil, könne dafür aber gradezu perfekt alle "großen" Zeichner
imitieren. Ich persönlich war erst ales andere als begeistert, als ich
hörte das Wildman aufhört die Regeneration One Hefte zu zeichnen.
Generell habe ich nichts dagegen, dass IDW verschiedene Zeichner
beschäftigt. Aber innerhalb einer Reihe bevorzuge ich es, wenn sie beim
selben Zeichner bleiben. Vorallendingen Regeneration One, welches sich
ja ganz groß auf die Segel geschrieben hat, dass das Team, dass auch
damals die letzten Marvel US Hefte gemacht hat, nun an dieser
Fortsetzung arbeitet. In diesem Sinne ist es nochmal ein wenig
ärgelicher, dass Wildman nicht mehr weiter macht. Nun aber, da ich das
Heft gelesen habe, muss ich sagen, dass ich es nur noch halb so schlimm
finde. Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich nämlich sagen, dass
der Zeichner immer noch derselbe ist. Guidi kriegt es perfekt hin
Wildmans einmaligen Regeneration One Stil, der für mich eine Mischung
aus dem klassischen Marvel Stil und IDWs aktuellem Transformerstil
darstellt, zu imitieren. Die Zeichnungen sehen klasse aus und wie
bereits gesagt bleibt Guidi Wildmans Stil treu.



Das Panel das mir am meisten gefiel ist ganz klar das, wo Hot Rod auf seine anderen Ichs trifft:

Natürlich
sind die Hot Rods im Regeneration One Stil gezeichnet, behalten aber
alle etwas vom Flair ihres ursprünglichen Universums.
Die Farben sind
alle sehr schön gemacht. Wie bereits in den vorherigen Heften wird
teilweise auf die Farbpalette, die damals den Leuten bei Marvel zur
Vefügung stand, zurückgegriffen, um verschiedene Effekte beizubehalten,
um die Marvel Atmossphäre aufleben zu lassen. So zum Beispiel
Starscreams Kopf, der nach wie vor blau anstatt schwarz ist.

Die Zeichnungen sind sehr gelungen und trotz Zeichnerwechsel sieht Regeneration One nach wie vor Klasse aus.
Schlusswort: Ich war sehr zufrieden mit dem Heft. Regeneration One ist sowieso die
Reihe, die mir von den aktuellen am meisten gefällt. Ich bin sehr
gespannt auf Heft 94 und das im September erscheinende Heft 0. Mit Heft
94 werden viel Fragen beantwortet und die Idee, die sich im Kopf des
Lesers entwickelt, wie der letzte Story Arc, das große Finale der
Transformers Saga, aussehen könnte, wird spätestens mit Heft 95, wenn
nich sogar schon mit Heft 94 und/oder Heft 0, ziemlich deutlich werden.
Ich bin gespannt, welche Pläne Soundwave noch im geheimen verfolgt und
ob wir in diesem Story Arc nochmal Circuit Smasher in Action sehen. Weil
auch mit diesem hat Furman noch einiges vor. Außerdem kann ich es nicht
erwarten zu sehen, wie das Problem mit den zwei Primes, die es
spätestens nach Heft 95 geben wird, gelöst werden soll. In diesem Sinne
sage ich, dass ich mich schon auf August freue.
Konstruktive Kritik und Verbesserungsvorschläge sind nach wie vor willkommen.
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