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Autor Thema: Was macht eine gute Fan Fiction aus?  (Gelesen 25779 mal)
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Scourge
V.I.P.
Deluxe
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« am: 07. März 2010, 22:26:10 »

Als kleiner Kompromiss zu dem anderen Thema.  Cool Bitte bleibt dabei auf einer ruhigen und sachlichen Ebene.

Wir m├Âchten euch des weiteren darum bitten keine Beispiele (weder im positiven noch im negativen Sinne) hier herein zusetzen.

Also macht was draus.
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SIC SEMPER TYRANNIS!!!
Starfire Magnus
NTF Hammertante
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« Antworten #1 am: 07. März 2010, 23:05:01 »

Ich lese nicht sehr h├Ąufig Fanfiction. Ich halte es da abert wie mit einem Film oder Buch.
Angefangen beim guten Deutsch oder Englisch. Ausdrucksst├Ąrke und dramaturgische Mittel wie Abs├Ątze, Gedanken und Kapitelunterteilung machen schon mal f├╝r mich einen guten Eindruck und lassen mich da meist mit Freude anlesen.
Aber das alles kann noch so gut sein, wenn denn die Story - das wohl Wichtigste - mich anspricht. M├Âglichst logisch und - aufs TF Fandome bezogen - stimmig und "realistisch". "Out of Character" kann man verschmerzen, wenn es schl├╝ssig erkl├Ąrt ist oder zur Geschichte geh├Ârt. Eine gute Einf├╝hrung sowie Flashbacks geh├Âren f├╝r mich zum Lesespa├č dazu, ebenso wie Charakterbeleuchtung und gut beschriebene Gesamteindr├╝cke wie Umgebungen, Gef├╝hle und Aktionen.

Was ich nicht mag sind z.B. unerkl├Ąrte "Vermenschlichungen", reines Slash-Ged├Âns und sinnloses Gemetzel. Action, Drama und "Endzeit"/Krieg kann man auch sinnvoll einbringen. Es muss sich halt in einen sch├Ânen roten Faden mit Nebenstr├Ąngen einbetten und am besten am Schluss eine sch├Âne Zusammenf├╝hrung ergeben.
Nat├╝rlich muss es nicht immer ein Happy End sein und f├╝r Experimente bin ich auch offen, aber ansonsten bin ich da konventionell, was das Thema angeht.
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"We can either sit here and do nothing or we can grab those flare guns and go out there and do something really stupid!" (Herc Hansen, Pacific Rim)
Valong
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« Antworten #2 am: 10. März 2010, 10:32:06 »

Mittlerweile lese ich gut geschriebene Fanfiction genauso gerne wie andere Romane auch. Man glaubt gar nicht wieviel wunderbare, unglaublich interessante und klasse geschriebene Ff es so gibt.

Ich bin kein Fan von endlosem Technikgeschwaffel. Ab und an ist sowas noch zu verkraften (mal ehrlich, geh├Ârt sich auch so), doch nicht st├Ąndig, sonst wirds langweilig. Ewig lange Beschreibungen von Kampfszenen - und erst recht nicht 08/15 Verfolgungsjagden mit Autos bzw. Motorr├Ądern (weder im Roman, noch im Film) sind auch nicht mein Ding. Und ich hasse Slash !! Das kann eine, sonst wirklich gutgeschriebene und interessante Story, richtiggehend kaputt machen. Und was noch schlimmer ist...die Figur/der Charakter, zu dem man (ich) eine gro├če Symphatie bzw. Zuneigung entwickelt hat, wird dadurch ziemlich "entzaubert".  

Ich bin ein gro├čer Fan von Interaktionen der Figuren untereinander. Und zwar die ganze Palette...Ihre Zuneigung/Abneigung, ihre K├Ąmpfe/Streitigkeite genauso wie ihre (wie auch immer geneigten ) "Spielchen" miteinander. Ich liebe es, wenn der Held nicht immer nur der Strahlemann ist f├╝r den der Leser/die anderen Figuren ihn/sie halten, sondern auch seine dunkle Seiten hat bzw. immer wieder mit sich selbst zu ringen hat. Dasselbe , nur eben umgekehrt, gilt f├╝r den Antagonisten. Ein gut aufgebauter und geschriebener Gegner find ich oftmals sogar noch viel reizvoller (Beispiel: Kaptit├Ąn Nemo, Naraku aus Inuyasha, Starscream...) als sein Gegenpart. Ich mag unerwartete Wendungen (ob in der Geschichte oder was die Figur betrifft). Das nicht alles so ist wie es oftmals scheint. Ich mag durchaus ein Schu├č Erotik, mal mehr mal weniger...Was nicht bedeutet das M├Ąnnlein und Weiblein sich am Ende auch "kriegen"...Warum sollen sie das eigentlich ? Und warum soll immer der Mann sich als erstes in die Frau vergucken bzw. das Monster/der Alien in eine Menschenfrau ? Im allgemein bin ich sowieso eher ein Gegner davon das Aliens oft zu sehr vermenschlicht werden. Was aber komischerweise nicht bei den Transformers zutrifft... BigSmile Originelle Eigencharakter die sich gut ins Geschehen einpassen bzw. stimmig mit den Originalcharakteren agieren, find ich durchaus passend und interessant. Sollten aber nicht zu Hauptfiguren werden. Happy Endings sind zwar ganz sch├Ân, aber bitte nicht sooo kitschig...und vorallem schon gar nicht zwingend. Was aber wiederrum nicht bedeudet das alles in einem Desaster enden soll und/oder die liebgewonnene Figur get├Âtet wird.

Ach ja, Geschichten die in ganzen "Bl├Âcken" runtergeschrieben werden sind f├╝r mich unglaubliche Abt├Ârner, weil erm├╝dent. Engl. Ff lese ich auch sehr gerne, nur sollte dann das Englische weniger komplex geschrieben sein. Einfach weil mein Englisch, leider, nicht gaaanz so perfekt ist...

Am Anfang hatte ich mich ziemlich geziert Ff zu lesen - bis ich auf den Geschmack kam. Ich habe schon einige N├Ąchte damit verbracht Ff zu lesen und mich unglaublich gut am├╝siert dabei (im positiven Sinne gemeint). 
« Letzte Änderung: 10. März 2010, 11:04:49 von Valong » Gespeichert

>>Die Gr├Â├če und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandelt.<<
Mahatma Gandhi
Vibrance
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« Antworten #3 am: 10. März 2010, 22:13:16 »

Hmmm... irgendwo hatte ich dazu schonmal was gepostet... ahja, hier:

Mit FanFics tu ich mich um einiges schwerer, weil ich ich an diese einen sehr, sehr hohen Anspruch habe. Wenn mir der Schreibstil nicht passt, lese ich nicht weiter als bis zum zweiten Absatz. Es gibt f├╝r mich nur einen einzigen noch schlimmeren Faupax, als schlechten Stil: Charaktere verdrehen. Damit komm ich gar nicht klar. Beispiel: Wenn ich im ersten Absatz z.B. merke, dass die Prowl-Interpretation in dieser Fanfic auf einen impulsiven, unlogischen, hitzk├Âpfigen Bot hinausl├Ąuft, is direkt Ende. Charaktere neu interpretieren ist zwar ein ungeheuer interessantes Feld, aber da muss Erfahrung und K├Ânnen hinter stecken, weswegen ich mich da lieber an Offizielles halte (und selbst da l├Ąsst manchmal die Quali zu w├╝nschen ├╝brig). Weil ich selber so unheimlich hohe Anspr├╝che an Fanfics stelle, ver├Âffentliche ich auch meine nur sehr selten. Ich schreibe zwar viel und auch ganz gut (w├Ąr schlimm wenn nicht, ich verdien' unter anderem meine Br├Âtchen damit), aber ich werd trotzdem oft genug meinen eigenen Anspr├╝chen nicht gerecht und wenn ich noch nicht mit etwas zufrieden bin, zeig ich's auch nicht gerne her, weil ich selber gerne mit meiner eigenen Kritik durch bin, bevor ich mich mit der Kritik von anderen auseinander setze.

Da hatte ich geschrieben, was ich nicht gut finde. Um dem Thema n├Ąher zu kommen, drehe ich das jetzt noch einmal um.
Eine gute Fanfic ist in meinen Augen:
- eine FF, die in einem guten und lesbaren Stil und unter Ber├╝cksichtigung der bestehenden Grammatik- und Rechtschreib-Regeln geschrieben wurde
- eine FF, die mit bestehenden Charakteren angemessen umgeht und/oder mit interessanten ECs aufwarten kann
- eine FF, deren Hauptzweck es ist, eine spannende Geschichte zu erz├Ąhlen und nicht, Tagebuch oder gar Therapie-Ersatz zu sein
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Ratchet
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« Antworten #4 am: 01. September 2011, 15:05:07 »

Ich selbst schreibe ja auch FFs und muss zugeben, dass das Wichtigste hier schon gesagt bzw. eher geschrieben wurde. Jedoch sind bestimmte Punkte Ansichtssache. Ich zum Bsp. bevorzuge Folgendes:

  • Spannung! Defintiv das Wichtigste, was es gibt!
  • Rechtschreibung und Grammatik! Sind zu viele Fehler drin, mag man solch Schund nicht lesen wollen!
  • Ausdrucksst├Ąrke! Was hei├čt, die Schreibart eines Autors muss etwas vermitteln!
  • Gut ausgefeilte Charaktere! Das hei├čt, ich will nicht immer einen 'fast' unbesiegbaren Optimus oder anderes sehen! Ich will sehen, dass er auch mal w├╝tend ist! Sprich: Ich m├Âchte als Leser mehrere Facetten des Charakters sehen. augenkheif
  • Keine st├Ąndigen Dialoge! Ich will nicht immer Direkte Rede hintereinander oder gar unterinander sehen! Sowas kann man im RPG machen, aber nicht in der FF! Ich will auch Eindr├╝cke eines Charas sehen!
  • Keine 0815 Gewalt oder ├╝berhaupt keine billig Adult-FFs! Sowas braucht keiner, da ist dann auch das eigene RL noch interessanter! >__>
  • Wenn ich eine FF lese, dann soll sie auch Sinn haben bzw auch etwas Logik besitzen!
  • Bei erotischen oder Adult-FFs, will ich kein st├Ąndiges Pimpern lesen, sondern auch mal was anderes lesen!
  • Ich HASSE GS/MS! Es nervt und ist einfach nur... Sorry, d├Ąmmlich.  oha

Dies sind meine Punkte. Auch wenn sich einiges nun wiederholt - da man es schon hier erw├Ąhnt hatte - wollte ich meine Meinung bzw. Sinnbild einer guten FF hinzuf├╝gen. Ich selbst haben bei bestimmte Punkten noch einige Probleme dies umzusetzen. Sprich: Bei der Umgebungsbeschreibung und auch bei den Emotionen!  roterkopf
Aber ich gebe mir M├╝he und das merken - hoffe ich mal XD - auch die Leser. Ich schreibe zwar nicht mehr so oft, aber nun ja...
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DecepticonStinger
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« Antworten #5 am: 08. Februar 2012, 13:10:11 »

Fan Fictions sind schwer einsch├Ątzbar, da jeder Schreiber seinen eigenen Stil hat.

F├╝r mich ist bei einem Fan Fiction wichtig
  • Die Spannung - spannende Geschichten lassen sich noch lange Zeit wiederholt lesen!
  • Die Emotion - platonische, kraftstrozende Metzelstories sind nichts f├╝r meinen Geschmack. Ich steh mehr auf Stories mit Gef├╝hl. Welche wo man sich leicht in den Kopf der jeweiligen Personen hinein versetzen kann.
  • Die Beschreibungen - Ich finde es toll wenn Orte und Personen so gut beschrieben werden, dass man sich direkt mit geschlossenen Augen dahin zappen kann (Gedanklich nat├╝rlich XD )
  • Gute Lesbarkeit - Rechtschreibung und Grammatik sind nicht umsonst erfunden worden
  • Keine ├ťbertreibungen - Manchmal eignet sich das gut (bsp. Beschreibung von Unicrons Macht und Gr├Â├če) aber man sollte stets den Boden unter den F├╝├čen nicht verlieren.
    Eine stabile Story - Kein Fan Fiction ist perfekt, aber als Schreiber sollte man doch darauf achten, dass seine Geschichte nicht nur gesponnener Bl├Âdsinn ist L&#228;chelnd

Diese Punkte hier beachte ich selbst beim Schreiben:
  • FanFictions sollten sich an das Thema richten, dass gew├Ąhlt wurde und nicht mitten in der Story wechseln. Bsp. Jemand schreibt ├╝ber War of Cybertron und stopft dann einfach ab 1/3 der Story die Unicron Saga mit hinein. Das wirkt irritierend.
  • Man sollte versuchen Abschnitte, Zeilen, usw. gut abzutrennen und zu gliedern. Bei wahllos aufgereiten Texten vergeht dem Leser schnell die Freude.
  • Der Schreiber sollte sich auf einen Stil beziehen und nicht versuchen mehrere zu vermischen. Sei es nun Tagebuchform, Realtime oder old Common. Aber! Man kann Stile auch gegliedert mischen. Bsp. Man startet ein Kapitel mit einer Tagebuchform, f├╝llt die Mitte mit dem typischen Romanschreibstil und beendet das Kapitel wieder mit Tagebuchform.
  • Man sollte in einem Fan Fiction nicht ├╝bertrieben viele, neue Charaktere einbauen. Das untermauert nur den Wert der eigentlichen Charakter und wirkt wie eine Besessenheit nach Anerkennung f├╝r eigene Charas.
  • Wenn man wirklich viele OC's einbauen muss, dann sollte man die Fan Fiction Story an die Hauptstory (bsp. TF Animated) anlehnen und eben eine Future Story daf├╝r entwickeln. Aber dann muss der Schreiber auch plausible Fakten in seinem Werk ber├╝cksichtigen. Ansonsten verliert der Leser leicht das Interesse (vor allem Fans der Serie).
  • Letztlich noch zu Romanzen und Beziehungen. Man sollte nicht ├╝bertreiben. Nimm niemals OC's und Originale zusammen, die keine Zukunft zusammen haben k├Ânnen. Das wirkt nur albern und wie eine kindliche Fantasie, die du dir selbst erf├╝llen willst... . Sowas passt eh mehr in FanArts als in Fan Fictions.

Soweit von mir!  tippen Ich werd mich mal an mein eigenes TF Fan Fiction werfen  tippen
« Letzte Änderung: 08. Februar 2012, 13:16:41 von DecepticonStinger » Gespeichert

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